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Fahrzeug rollt ohne Vorwarnung nur noch aus!

wojcickii

Forumsneuling
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14.07.2013
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Werte Forumsmitglieder,
vorab: Sollte dieser Beitrag eines Neulings in einen andern Bereich gehören, bitte umgehend verschieben!
Ich gehöre zur Zeit zwar noch nicht zur aktiven Zafira-Gemeinde, werde dieses mit der anstehenden Übernahme des Fahrzeugs meiner Eltern bald tun. Allerdings weiß ich nicht, ob ich mich aufgrund der angezeigten Ausfälle freuen oder bedauern soll.
Zur Sache: Das Fahrzeug ist ein 1,9 CTDI Baujahr 2006 mit einer Gesamtlaufleistung von etwa 130.000 km. Etwa 2010 wurden Probleme beim Beschleunigen mittels Austausch des AGR behoben. Nun treten seit etwa Mitte 2012 immer wieder unregelmäßig ähnliche Anzeichen auf. Da ich einmal dabei am Steuer saß, kann ich es einfach beschreiben: Während normaler Fahrt nimmt das Fahrzeug ohne jegliche Vorwarnung kein Gas mehr an und rollt quasi nur noch aus. Dazu leuchten die Kontrollleuchten von ESP und der Allmächtige Schraubenschlüssel, allerdings läuft meiner Erinnerung (war ja völlig verdattert) der Motor noch. Wenn man dann neu startet, fährt das Schätzchen, als könnte es kein Wässerchen trüben - bis zum nächsten Mal.
Die von meinen Eltern beschriebene Werkstattodyssee hört sich sehr leidend an, da die Opel-Fachwerkstätten (!) ohne den angezeigten Fehlercode (Dann kann´s ja jeder!) offensichtlich ziemlich machtlos sind. Es fallen Sätze wie (Zitat): „Ohne Fehlercode können wir nichts machen. Da müssen wir die ganze Fehlerkette abarbeiten und das sind über 150 ..!" oder „Wir haben nichts gefunden, vielleicht sollte man das Steuergerät mal tauschen ..!“ oder „Wir könnten mal die Gasmechanik tauschen!" oder „Ich habe jetzt drei Kollegen gefragt, die tippen alle auf eine kalte Lötstelle im Steuergerät“. Da mir der Preis für den Austausch dieses Allerheiligsten auf „So etwa 1500 €. Ist aber modellabhängig da muss ich also noch mal nachschauen.“ beziffert wurde, möchte ich mich trauen, meine Frage hier zu stellen:
Wer von Euch hat eine Ahnung, was die Fehlerursache sein könnte?

Vielen Dank für eure Antworten und viele liebe Grüße an dieses tolle Forum aus dem Weserbergland,

Achim
 
Ich hatte mal sowas Ähnliches, bei mir war Feuchtigkeit im Steuergerät, allerdings konnte der FOH einen Fehlercode auslesen.
 
Könnt auch AGR sein. Tank mal pro Tankfüllung = 54 ltr. 200-250 ml teilsynthetisches 2 Taktöl. Vielleicht dürfte sich Dein Problem dann erledigt haben. Gruß Heiko
 
ich bin zwar überzeugter 2taktöl-zumischer , aber ob das problem hier so einfach liegt?
150 fehler erscheinen mir zuviel oder einfach seitens der "experten" gelogen. immerhin werden die meisten nach 20 motorstarts gelöscht.
in der tat dürfte fehlersuche ohne fehlercode ein lotteriespiel sein. das wäre mal der erste schritt, die aktuellen fehlercodes zu kennen.
dann hat der eine oder andere hier auch sicher eine idee dazu.
 
Das gleiche Problem habe ich auch gerade. Allerdings bleibt meiner danach im Notlaufprogramm, bis der Fehlercode gelöscht wird. Eine Werkstatt hat ihn jetzt gründlich untersucht und 2 Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt: 1: Das UEC (Sicherungskasten im Motorraum) austauschen oder 2: neue Leitung direkt vom Gaspedalsensor zum Motorsteuergerät legen. Wenn eines der zig Signale pro Sekunde vom Gaspedalsensor nicht korrekt übermittelt wird, geht der Motor ins Notlaufprogramm.

MFG Peter
 
Moin,
vielen Dank für die ersten Antworten.
- Das AGR war ja schon einmal des Übels Wurzel. Kann das innerhalb so kurzer Zeit wieder die Ursache sein, sollte man das gleich austauschen (Aufwand?) und kriegt man das mit dem Tanken der 2-Taktmischung wieder in den Griff? Will ich auf jeden Fall nach meinem Urlaub gerne mal probieren.
- Der Ansatz mit dem Gaspedal war bei uns ja auch schon ein Thema, hört sich jedenfalls einleuchtend an. Kennt jemand den Aufwand für den Austausch der Steuerleitung?
-Die wesentliche Fragen scheinen mir aber zu sein: Warum wird trotz des offensichtlich aktivierten Notlaufprogramms kein auslesbarer Fehlercode angezeigt, wie könnte man ggf. an einen solchen kommen oder kann man das ganze Problem irgendwie eingrenzen?
Mit sonnigen Grüßen von Fehmarn,
Achim
 
Den Fehlercode kann man auch ohne Hilfsmittel auslesen: Zündung aus, Gas- und Bremspedal voll durchtreten und Zündung einschalten(nicht starten). Im Display des Kilometerzählers werden dann die Fehlercodes angezeigt. MFG Peter
 
So, neuestes Bulletin:
Nachdem das private Fehlerauslesen kein Ergebnis erbracht hatte, sind meine Eltern nochmal aus Langeweile oder Verzweiflung in die dritte Filiale unserer Opelwerkstatt gefahren. Dort wurde unter Vorbehalt der Bezahlung erst bei Fehlerbehebung (sehr kulant) die Mechanik und Sensorik (?) des Gaspedals ausgetauscht.
Nächsten Tags ging es dann frohen Mutes in den Urlaub um nach ca. 70 km vom alten Problem ereilt zu werden. Jetzt haben meine Eltern den ADAC angerufen, der offensichtlich gemäß Beleg die Fehlercodes P1120 und P1122 (grob Fahrpedal, Dorsselklappe, Saugrohr) auslesen konnte und das Fahrzeug in die örtliche OFW verfrachtet hat. Die haben wohl auch nochmal was ausgelsen und danach den Austausch des Steuergeräts vorgeschlagen, was nach telefonischer Rücksprache mit Werkstatt Nummer drei akzeptiert wurde und am nächsten Morgen prompt für schlanke 1765 € erledigt war.
Dieses Mal hielt das Fahrzeug dann auch sensationelle 136 km durch, um nach mehrmaligen Fehler meine Eltern wieder kapitulieren zu lassen. Der Mitarbeiter der zuletzt aktiven Werkstatt meinte auf telefonisch Nachfrage dann etwas lapidar, daß der Fehler nun wohl doch ein anderer als das ausgetauschte Steurgerät wäre. Nun wurde also von Fehmarn aus der ADAC eingeschaltet, dessen Mitarbeiter nach Auslesen von drei Seiten Fehlercodes sich vorsichtig nach der versteckten Kamera umgesehen hat. Laut Bericht schrieb er dann nieder "Verdacht Turbolader oder Partikelfilter", wogleich er nicht weiter ausführte, ob er diese schlicht als im Fahrzeug vorhanden und falls ja auch als defekt vermutet und auch nicht, wie er zu dieser Annahme kam.
Nun hat aber der umtriebige gute Mann dann nochmals mit Werstatt Nummer vier (die mit dem Steuergerät) telefoniert und ermahnt, daß sowas ja wohl nicht ganz in Ordnung sei und er dieser nun nach Rücksprache mit seiner Zentrale den Wagen wieder zur Korrektur auf den Hof schleppen lassen werde.
Nun steht mir morgen also ein ziemlicher Telefonmarathon mit Werkstatt, ADAC und ggf. Rechtschutz bevor, da die Rechnung für den austausch des offensichtlich nicht fehlerverursachenden und möglicherweise intakten Steuergeräts in Annahme des endlich behobenen Fehlers freudestrahlend bereits vor Ort beglichen wurde.
Aufgefallen ist uns mittlerweile, daß der Fehler offensichtlich nur beim Drosseln/vom Gasgehen auftritt und die Wahrscheinlichkeit eines Auftretens im Stau bei Schrittempo ziemlich hoch zu sein scheint.

As to be continued ...

Mal am Rande bemerkt: Interessant auch, daß ein Ersatzfahrzeug vom ADAC aufgrund der erhöhten Kosten für Anhängekupplung/Anhängelast (schließlich musste der Wohnwagen mit zurück) nur für drei Tage gewährt wird, während der Rücktransport per Sameltransport 8-10Tage dauern kann.
 
Offensichtlich ist wohl nur der Sensor an der DK defekt und nicht der ganze andere Klimbim. Ich würde also auf Rückbau des "alten" MSTG und Erstattung des Kaufpreises drängen. Warum musste Werkstatt drei ihr Einverständnis an Werkstatt vier geben? Sollte über die dritte abgerechnet werden oder was?
 
Lösung des Problems bei meinem Auto: Werkstatt hat alle Steckverbindungen gelöst, auf festen Sitz geprüft, mit Elektronikspray behandelt und wieder zusammengebaut. Der Fehler ist bis jetzt (ca. 1500km gefahren) nicht wieder aufgetreten. Fehlercodes waren auch 1220 und 1222.
MFG Peter
 
Vielen Dank erstmal für Eure Beteiligung an unserer wilden Fehlersuche!
@BeMi: Offensichtlich ist Werkstatt drei nun die des Vertrauens. Meine Eltern hatten sich vor dem Austausch des Steuergeräts nur beim dortigen Werkstattmeister telefonisch erkundigt, was der an ihrer Stelle machen würde. Und ja, es wird Stand jetzt wohl auf einen Rückbau und Weiterbehandlung in örtlichen Fachwerkstatt hinauslaufen. Auf welche Bezahlung hätte die Werkstatt vier denn einen Anspruch? Und woran erkennst du an meinem unfachmännischen Geschreibsel, das "nur" der Sensor der Drosselklappe defekt sein sollte?
@etep: Alle Steckverbindungen hört sich irgendwie aufwendig an, kann man das irgendwie eingrenzen?
Gruß,
Achim
 
Hier involvierte Stecker sind der Signalweg vom Gaspedalsensor bis zum Drosselklappensensor: Am Gaspedalsensor, ins UEC (Sicherungskasten im Motorraum) hinein, aus dem UEC hinaus, ins Motorsteuergerät rein. Aus dem Motorsteuergerät raus, und zur Drosselklappe.
MFG Peter
 
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