Hallo mal wieder,
es geht weiter.
Die Sache mit dem Fiat 500X hat sich erledigt, bei mir hatte (dachte ich) die Vernunft gesiegt und wir haben uns einen zweiten Fiat 500L gekauft. Vom Händler.
Jetzt geht es aber schon wieder los:
Die Inspektion ist fällig gewesen, er hatte das Öl getauscht und kann den Service nicht zurücksetzen. Reiner Ölwechsel ist jedoch auch keine vollwertige Inspektion.
Hier ist gerade meine Frage, ob der Wagen denn technisch überhaupt in einem einwandfreien Zustand ist, wenn die Inspektion fällig ist.
HU/AU wollte ich neu haben, hatte er vor dem Kauf auch gemacht. Die Dekra bemängelt im Bericht "Reifen hinten Reifenalter beachten". Die sind 7 Jahre alt. Hatte ich vor dem Kauf nicht groß drauf geachtet und nicht viel drüber nachgedacht, sollten im April eh Sommerreifen rauf statt Ganzjahresreifen. In der Werkstatt meines Vertrauens wurde dann festgestellt, dass die schon porös sind. Und im Serviceheft wurde es bei der letzten Wartung 04/2025 bei knappen 55.000km angemerkt, dass die Reifen porös sind. Damit fahren sollte ich erstmal nicht mehr. Die Reifen vorne sind in Ordnung.
Ich schicke euch nachher mal Fotos davon. Aktuell steht der Wagen in der Garage.
Bin gerade echt unsicher, wie ich mich da jetzt verhalten soll.
Sowohl auf lange Diskussionen mit dem Händler habe ich keine Lust, auf die Kosten auch nicht.
Der Händler ist ne knappe halbe Stunde von hier entfernt, ist also keine Weltreise.
Ist halt ätztend, Donnerstag das Auto bekommen und nun kann man damit nicht viel machen.
Klar kann ich gegen die Dekra vorgehen, doch dann ist wohl die Plakette weg und ich habe den Salat. Beschweren werde ich mich da auf jeden Fall, denn sowas geht gar nicht. Es war im Scheckheft vermerkt das die Reifen hinten porös sind, somit hätte es einem Prüfer definitiv auffallen müssen. Keine Ahnung wie deren Spielraum ist, wieviel die da noch durchwinken können nach dem Motto "An dem Tag der Prüfung hat es noch gepasst, nachdem der Kunde dann 10km gefahren ist nicht mehr, da können wir ja nichts für".
Am Ende habe ich selbst teilweise gepennt, in der mobile.de-Anzeige steht scheckheftgepflegt drin, was der Wagen bis 2025 auch ist/war, Inspektion neu und HU/AU neu stand auch drin. Im 0815-Kaufvertrag steht es nicht.
Der Wagen ist von 08/2018 und in einem sehr guten Zustand, den Händler schätze ich trotz der Sache mit den Reifen als seriös ein. Ist ein kleiner KFZ-Händler ohne eigene Werkstatt, bei Reparaturen und HU/AU geht er zur Werkstatt auf dem Nachbargrundstück. Ich hatte mir bei ihm vorher drei andere Autos angesehen, bei allen hat er auch auf ihm bekannte Mängel wie Steinschläge oder den Servicezustand hingewiesen. Bei einem war der Zahnriemenwechsel noch nicht fällig, war einer dieser Ford-Ecoboost-Dinger, wo die in Öl laufen, da hatte er sich bereit erklärt, für 500 Euro Aufpreis den kompletten Service + Zahnriemenwechsel in der Werkstatt nebenan machen zu lassen. Bei Ford weiß ich, dass das insgesamt 1.500 Euro werden können für Privatkunden.
Bezahlt habe ich für den Fiat 500L, 1.4L, 120PS mit knapp 79.000km gelaufen 11.700 Euro, VHB war 11.950 Euro.
Service und Reifen würden mich in einer befreundeten Werkstatt nochmal knapp 600 Euro kosten. Ist einfach die Frage, ob ich deswegen einen Rechtsstreit riskiere oder es auf sich beruhen lasse. Ohne die ganze Vorgeschichte hätte ich es wahrscheinlich einfach bezahlt und wäre damit durch. So ist es nur wieder ein blöder Beigeschmack.