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Hallo zusammen,
ich habe vor einigen Wochen die Ansaugbrücke an meinem B14NET (mit LPG) gewechselt und möchte hier gerne meine Erfahrungen dazu teilen. Anlass dazu war das schlechte Kaltstart verhalten:
Das wurde damit aber leider noch nicht vollständig beseitigt aber dazu später mehr.
Nebeneffekt des Wechsels sollte auch weniger Öl im Ansaugtrakt sein, da meine Drosselklappe äußerlich schon eine ordentlich ölige Schicht angesetzt hatte.
Vorbereitung
Bei den Vorbereitungen hatte ich durchaus Zweifel ob mir die ganze "Operation" auch wirklich gelingt, da es einige knifflige Stellen gibt und man vielleicht erst nach dem kompletten Zusammenbau und dem Start wirklich bemerkt, dass man etwas falsch gemacht hat.
Überhaupt zugetraut habe ich es mir nur durch dieses Video, dass ich nach etwas Recherche gefunden hatte:
Dort ist es zwar ein Chevrolet Cruze aber die Maschine ist fast identisch. Allerdings ist das Video auf English, hat mich aber nicht gestört, da ich arbeitsbedingt ohnehin viel Englisch lesen, zuhören und sprechen muss. Für den Großteil der Arbeiten reicht es auch zu sehen, was er dort tut.
Teilebeschaffung
Die nächste Schwierigkeit bestand darin, eine "passende" Ansaugbrücke zu finden, auch hinsichtlich Preis/Leistung.
Der Herr aus dem Video hat dazu auch einen kurzen Kommentar abgegeben und von Drittanbieter Nachbauten ab- und zu einer originalen Brücke geraten. Das hat mich natürlich auch verunsichert, weil ich ursprünglich auch zu einem Teil aus dem Aftermarket für um die 100€ gegriffen hätte.
Verbaut war bei mir laut Teilenummer: 55573171
Wie hier schon des Öfteren im Forum zu lesen war, ist es gar nicht so leicht eine neue und originale Brücke aufzutreiben. So gut wie jeder Internethändler hat die "billig" Teile von NTY & Co. aber Originale gibt es nur bei wenigen Händlern und dann eben auch nur komplett mit Drosselklappe, Rail & Einspritzdüsen. Was natürlich die Kosten gleich mal ordentlich nach oben schraubt.
Die einschlägigen Plattformen, die welche im Sortiment hatten, haben Preise zwischen 800€ - 1200€ aufgerufen.
Vermutlich zwar immernoch billiger, als wenn es eine Werkstatt beschafft aber ingesamt schon sehr saftig.
Ich hab dann nach etwas Suche einen Ebay Händler gefunden, der die original Mopar Brücke für 600€ im Angebot hatte und habe diese geordert:
Als die Brücke eintraf (Teilenummer allerdings 55573170), hab ich diese entsprechend inspiziert, hinsichtlich Originalteilen und dem generellen Aufbau im Vergleich zu meiner verbauten Brücke. Da sind dann auch die ersten Unterschiede aufgefallen:
Zu Punkt 2: meine verbaute Brücke basiert noch auf dem anscheinend "älteren" Kraftstoffsystem, der Benzindruckregler sitzt auf der Rail bei den neueren Systemen dann wohl schon in der Nähe des Tanks bzw. im Tank. Die neue Brücke hat auch eine entsprechend vorgesehene Stelle für den Stutzen, analog zur alten Version, allerdings muss man auch diesen selber setzen wenn benötigt.
Zu Punkt 3: im o.g. Video ist auch "das ältere" Quick-Connect System zu sehen, das mit entsprechendem Spezial-Werkzeug geöffnet werden muss. Bei meiner Brücke waren die Anschlussstücke viel kürzer und auch das Werkzeug nicht von Nöten. Dafür habe ich allerdings lange gegrübelt, wie diese Verbinder richtig geöffnet werden.
Zusätzliche habe ich erst bei der Inspektion der neuen Brücke realisiert, dass die Gaseinblasdüsen für das LPG selbst eingebaut werden müssen, dachte bis dahin, es gibt eine Version der Brücke, die das bereits vormontiert hat. Aufgrund der o. g. Punkte und Erkenntnisse, war es nicht einfach nur ein Teiletausch sondern vielmehr ein, im Endeffekt doch recht umfangreicherer Arbeitsschritt, als ich vorher geplant und gedacht hatte.
Ausbau
Aber erstmal musste die alte Brücke raus. Bei mir kamen durch das LPG noch weitere Schläuche und Kabel dazu, die den Ausbau zusätzlich erschwerten, da weniger Platz und mehr Wirrwarr. Da man es mit den verschiedensten Konnektoren Typen von Kabeln und Schläuchen zu tun hat, war ich eher vorsichtig und hab mir mehr Zeit gelassen bei der Demontage um möglichst nichts zu beschädigen, was ich am Ende aufwendig oder vielleicht gar nicht mehr reparieren kann.
Am kniffligsten waren die Quick Konnektoren des Kraftstoffsystems, da hab ich erst beim dritten richtig begriffen wie es geht. Herausfordernd waren auch die diversen Clipse unterhalb der Brücke, wo man fast kaum ran kommt(habe nicht auf einer Bühne gearbeitet). Da halfen aber diverse Langbeckzangen, Geduld und viel Gefummel. Manche der Clipse kann man erst lösen wenn die Brücke selbst schon gelöst ist und sich bereits bewegen lässt.
Letztendlich habe ich fast den Großteil des Samstag(ca. 6h-7h) benötigt um das Biest auszubauen.
Umbau der neuen Brücke
Anschließend zerlegte ich erst die neue Brücke(Rail und Injektoren raus), bohrte die Löcher für die Düsen & Stutzen und schnitt ein entsprechendes Gewinde. Dann Düsen & Stutzen zusammen mit Loctite 577 eingedreht. Während das aushärtete, habe ich die alte Rail(mit Benzindruckregler) auf die neuen Benzin-Injektoren verpflanzt und in der neuen Brücke montiert. Alles zusammen grob 2-3h.
Habe bei dieser Aktion auch gleich alle Gasschläuche erneuert und komplett auf Federbandschellen umgerüstet. Teilweise waren noch diese Klemmschellen (auch als Oetikerschellen bekannt) verbaut und sogar noch eine Schraubschelle am Verdampfer.
Einbau des neuen "Kombinats"
Damit war die neue adaptierte Brücke bereit für den Einbau. Der lieft dann insgesamt etwas entspannter ab, die Clipse gehen natürlich leichter wieder rein als raus. Nochmal ordentlich konzentriert beim Festziehen der Brücke, 21Nm in diversen Runden über Kreuz durchgeführt damit auch nirgends ein kleiner Spalt durch Verkannten entsteht.
Schlussendlich gab es nochmal etwas Gefummel beim Gasfilter, da mein neuer Schlauch etwas weicher war als der Originale(der war eher so starr wie ein Hydraulikschlauch) und ich damit dann auf den Biegeradius achten musste, damit kein Knick entsteht. Hatte zum Glück genug Schlauch und Platz konnte eine entsprechende Schlaufe legen.
Ergänzendes
Den Gasdruck im System hab ich abgelassen, indem ich den Stecker vom Magnetventil des Li10 Verdampfers abzog und dann im laufenden Standgas auf LPG umgeschaltet habe. Motor hat dann kurz gezuckt und ist zurück auf Benzin gesprungen, noch zwei mal gedrückt die Taste damit die Leitung möglichst leer ist.
Auch das Spezialwerkzeug zum Benzindruck ablassen(das oben auf die Rail geschraubt wird), hab ich mir gespart und stattdessen die Sicherung 49 für die Kraftstoffpumpe gezogen während die Maschine im Standgas lief. Dauert 2s dann geht der Motor aus. Ist natürlich nicht die feine Englische aber wollte nicht auch noch das Werkzeug für einen einmaligen Einsatz erwerben.
Zudem habe ich mir das berüchtigte Pilzkopfventil der alten Brücke angeschaut(siehe Bilder) konnte aber nicht wirklich beurteilen ob und wie defekt es war. Vorsichtshalber habe ich gleich noch den Schlauch der Kurbelgehäuseentlüftung zum Turbolader mit ersetzt. Vermutung war hier, dass der Turbo aufgrund des defekten Ventils und/oder des Schlauchs ölige Dämpfe aus KG ansaugt und wieder mit in den Ansaugtrakt befördert. Ich hoffe damit das anfangs geschildert Problem der verölten/verschmutzten Drosselklappe gelöst zu haben.
Warum ist mein Kaltstartproblem dennoch nicht ganz verschwunden? Anscheinend ist auch die Membran im Ventildeckel defekt, da zieht er also auch noch Nebenluft. Allerdings hat sich das Startverhalten insofern verbessert, dass er nun keine Drehzahlschwankungen mehr in der ersten Minute hat, da ist er gelegentlich durch die absackende Drehzahl auch mal ausgegangen. Ich vermute ein kleines Leck durch die spröde geworden Dichtung der Ansaugbrücke. Sah mir an einer Stelle auch verdächtig danach aus, im Großen und Ganzen wirkte die Dichtung für das Alter (11J) und Laufleistung (200Tkm) noch recht ok, da hat man bestimmt schon schlimmeres gesehen.
Zum Abschluss: Ich hatte großen Respekt vor dieser Reparatur und habe daher viel Zeit in die Vorbereitung und Recherche investiert. Hab dabei auch sehr viel mit der KI, in meinem Fall Gemini, geschrieben, um vieles genauer zu verstehen und zu verifizieren. Hat mir wirklich gut geholfen aber hier und da musste man auch aufpassen, wenn es einem doch zu Spanisch vorkommt. Aber das waren Kleinigkeiten.
Am Ende war ich froh, dass er wieder angesprungen ist und fährt.
Sollte ich irgendetwas falsch erklärt haben, korrigiert mich bitte.
ich habe vor einigen Wochen die Ansaugbrücke an meinem B14NET (mit LPG) gewechselt und möchte hier gerne meine Erfahrungen dazu teilen. Anlass dazu war das schlechte Kaltstart verhalten:
Hallo zusammen,
muss nochmal ein Thema eröffnen, da ich langsam mit meinem Latein am Ende bin.
Ich habe seit Anfang Herbst das Problem, das der Tourer nicht mehr beim ersten Kaltstart anspringt, gefühlt, wenn eine bestimmte Schwelle wie 15°C unterschritten wurde.
Der Anlasser dreht kräftig, Batterie ist voll aber er kommt einfach nicht. Als würde Funke oder Sprit fehlen.
Im zweiten Versuch springt er dann sofort an. Kurios dabei ist, dass es völlig egal ist wie lange der erste Startversuch dauert ob er 10s orgelt oder man gleich nach einer Sekunde abbricht. Der zweite klapp immer sofort...
muss nochmal ein Thema eröffnen, da ich langsam mit meinem Latein am Ende bin.
Ich habe seit Anfang Herbst das Problem, das der Tourer nicht mehr beim ersten Kaltstart anspringt, gefühlt, wenn eine bestimmte Schwelle wie 15°C unterschritten wurde.
Der Anlasser dreht kräftig, Batterie ist voll aber er kommt einfach nicht. Als würde Funke oder Sprit fehlen.
Im zweiten Versuch springt er dann sofort an. Kurios dabei ist, dass es völlig egal ist wie lange der erste Startversuch dauert ob er 10s orgelt oder man gleich nach einer Sekunde abbricht. Der zweite klapp immer sofort...
- ben$on
- Antworten: 4
- Forum: Motor, Getriebe, Abgasanlage (Zafira Tourer)
Das wurde damit aber leider noch nicht vollständig beseitigt aber dazu später mehr.
Nebeneffekt des Wechsels sollte auch weniger Öl im Ansaugtrakt sein, da meine Drosselklappe äußerlich schon eine ordentlich ölige Schicht angesetzt hatte.
Vorbereitung
Bei den Vorbereitungen hatte ich durchaus Zweifel ob mir die ganze "Operation" auch wirklich gelingt, da es einige knifflige Stellen gibt und man vielleicht erst nach dem kompletten Zusammenbau und dem Start wirklich bemerkt, dass man etwas falsch gemacht hat.
Überhaupt zugetraut habe ich es mir nur durch dieses Video, dass ich nach etwas Recherche gefunden hatte:
Dort ist es zwar ein Chevrolet Cruze aber die Maschine ist fast identisch. Allerdings ist das Video auf English, hat mich aber nicht gestört, da ich arbeitsbedingt ohnehin viel Englisch lesen, zuhören und sprechen muss. Für den Großteil der Arbeiten reicht es auch zu sehen, was er dort tut.
Teilebeschaffung
Die nächste Schwierigkeit bestand darin, eine "passende" Ansaugbrücke zu finden, auch hinsichtlich Preis/Leistung.
Der Herr aus dem Video hat dazu auch einen kurzen Kommentar abgegeben und von Drittanbieter Nachbauten ab- und zu einer originalen Brücke geraten. Das hat mich natürlich auch verunsichert, weil ich ursprünglich auch zu einem Teil aus dem Aftermarket für um die 100€ gegriffen hätte.
Verbaut war bei mir laut Teilenummer: 55573171
Wie hier schon des Öfteren im Forum zu lesen war, ist es gar nicht so leicht eine neue und originale Brücke aufzutreiben. So gut wie jeder Internethändler hat die "billig" Teile von NTY & Co. aber Originale gibt es nur bei wenigen Händlern und dann eben auch nur komplett mit Drosselklappe, Rail & Einspritzdüsen. Was natürlich die Kosten gleich mal ordentlich nach oben schraubt.
Die einschlägigen Plattformen, die welche im Sortiment hatten, haben Preise zwischen 800€ - 1200€ aufgerufen.
Vermutlich zwar immernoch billiger, als wenn es eine Werkstatt beschafft aber ingesamt schon sehr saftig.
Ich hab dann nach etwas Suche einen Ebay Händler gefunden, der die original Mopar Brücke für 600€ im Angebot hatte und habe diese geordert:
Als die Brücke eintraf (Teilenummer allerdings 55573170), hab ich diese entsprechend inspiziert, hinsichtlich Originalteilen und dem generellen Aufbau im Vergleich zu meiner verbauten Brücke. Da sind dann auch die ersten Unterschiede aufgefallen:
- fehlender Stutzen für den Unterdruckschlauch des Verdampfers
- fehlender Stutzen für Unterdruckschlauch des Benzindruckreglers
- Benzin-Rail Anschluss nicht kompatibel
Zu Punkt 2: meine verbaute Brücke basiert noch auf dem anscheinend "älteren" Kraftstoffsystem, der Benzindruckregler sitzt auf der Rail bei den neueren Systemen dann wohl schon in der Nähe des Tanks bzw. im Tank. Die neue Brücke hat auch eine entsprechend vorgesehene Stelle für den Stutzen, analog zur alten Version, allerdings muss man auch diesen selber setzen wenn benötigt.
Zu Punkt 3: im o.g. Video ist auch "das ältere" Quick-Connect System zu sehen, das mit entsprechendem Spezial-Werkzeug geöffnet werden muss. Bei meiner Brücke waren die Anschlussstücke viel kürzer und auch das Werkzeug nicht von Nöten. Dafür habe ich allerdings lange gegrübelt, wie diese Verbinder richtig geöffnet werden.
Zusätzliche habe ich erst bei der Inspektion der neuen Brücke realisiert, dass die Gaseinblasdüsen für das LPG selbst eingebaut werden müssen, dachte bis dahin, es gibt eine Version der Brücke, die das bereits vormontiert hat. Aufgrund der o. g. Punkte und Erkenntnisse, war es nicht einfach nur ein Teiletausch sondern vielmehr ein, im Endeffekt doch recht umfangreicherer Arbeitsschritt, als ich vorher geplant und gedacht hatte.
Ausbau
Aber erstmal musste die alte Brücke raus. Bei mir kamen durch das LPG noch weitere Schläuche und Kabel dazu, die den Ausbau zusätzlich erschwerten, da weniger Platz und mehr Wirrwarr. Da man es mit den verschiedensten Konnektoren Typen von Kabeln und Schläuchen zu tun hat, war ich eher vorsichtig und hab mir mehr Zeit gelassen bei der Demontage um möglichst nichts zu beschädigen, was ich am Ende aufwendig oder vielleicht gar nicht mehr reparieren kann.
Am kniffligsten waren die Quick Konnektoren des Kraftstoffsystems, da hab ich erst beim dritten richtig begriffen wie es geht. Herausfordernd waren auch die diversen Clipse unterhalb der Brücke, wo man fast kaum ran kommt(habe nicht auf einer Bühne gearbeitet). Da halfen aber diverse Langbeckzangen, Geduld und viel Gefummel. Manche der Clipse kann man erst lösen wenn die Brücke selbst schon gelöst ist und sich bereits bewegen lässt.
Letztendlich habe ich fast den Großteil des Samstag(ca. 6h-7h) benötigt um das Biest auszubauen.
Umbau der neuen Brücke
Anschließend zerlegte ich erst die neue Brücke(Rail und Injektoren raus), bohrte die Löcher für die Düsen & Stutzen und schnitt ein entsprechendes Gewinde. Dann Düsen & Stutzen zusammen mit Loctite 577 eingedreht. Während das aushärtete, habe ich die alte Rail(mit Benzindruckregler) auf die neuen Benzin-Injektoren verpflanzt und in der neuen Brücke montiert. Alles zusammen grob 2-3h.
Habe bei dieser Aktion auch gleich alle Gasschläuche erneuert und komplett auf Federbandschellen umgerüstet. Teilweise waren noch diese Klemmschellen (auch als Oetikerschellen bekannt) verbaut und sogar noch eine Schraubschelle am Verdampfer.
Einbau des neuen "Kombinats"
Damit war die neue adaptierte Brücke bereit für den Einbau. Der lieft dann insgesamt etwas entspannter ab, die Clipse gehen natürlich leichter wieder rein als raus. Nochmal ordentlich konzentriert beim Festziehen der Brücke, 21Nm in diversen Runden über Kreuz durchgeführt damit auch nirgends ein kleiner Spalt durch Verkannten entsteht.
Schlussendlich gab es nochmal etwas Gefummel beim Gasfilter, da mein neuer Schlauch etwas weicher war als der Originale(der war eher so starr wie ein Hydraulikschlauch) und ich damit dann auf den Biegeradius achten musste, damit kein Knick entsteht. Hatte zum Glück genug Schlauch und Platz konnte eine entsprechende Schlaufe legen.
Ergänzendes
Den Gasdruck im System hab ich abgelassen, indem ich den Stecker vom Magnetventil des Li10 Verdampfers abzog und dann im laufenden Standgas auf LPG umgeschaltet habe. Motor hat dann kurz gezuckt und ist zurück auf Benzin gesprungen, noch zwei mal gedrückt die Taste damit die Leitung möglichst leer ist.
Auch das Spezialwerkzeug zum Benzindruck ablassen(das oben auf die Rail geschraubt wird), hab ich mir gespart und stattdessen die Sicherung 49 für die Kraftstoffpumpe gezogen während die Maschine im Standgas lief. Dauert 2s dann geht der Motor aus. Ist natürlich nicht die feine Englische aber wollte nicht auch noch das Werkzeug für einen einmaligen Einsatz erwerben.
Zudem habe ich mir das berüchtigte Pilzkopfventil der alten Brücke angeschaut(siehe Bilder) konnte aber nicht wirklich beurteilen ob und wie defekt es war. Vorsichtshalber habe ich gleich noch den Schlauch der Kurbelgehäuseentlüftung zum Turbolader mit ersetzt. Vermutung war hier, dass der Turbo aufgrund des defekten Ventils und/oder des Schlauchs ölige Dämpfe aus KG ansaugt und wieder mit in den Ansaugtrakt befördert. Ich hoffe damit das anfangs geschildert Problem der verölten/verschmutzten Drosselklappe gelöst zu haben.
Warum ist mein Kaltstartproblem dennoch nicht ganz verschwunden? Anscheinend ist auch die Membran im Ventildeckel defekt, da zieht er also auch noch Nebenluft. Allerdings hat sich das Startverhalten insofern verbessert, dass er nun keine Drehzahlschwankungen mehr in der ersten Minute hat, da ist er gelegentlich durch die absackende Drehzahl auch mal ausgegangen. Ich vermute ein kleines Leck durch die spröde geworden Dichtung der Ansaugbrücke. Sah mir an einer Stelle auch verdächtig danach aus, im Großen und Ganzen wirkte die Dichtung für das Alter (11J) und Laufleistung (200Tkm) noch recht ok, da hat man bestimmt schon schlimmeres gesehen.
Zum Abschluss: Ich hatte großen Respekt vor dieser Reparatur und habe daher viel Zeit in die Vorbereitung und Recherche investiert. Hab dabei auch sehr viel mit der KI, in meinem Fall Gemini, geschrieben, um vieles genauer zu verstehen und zu verifizieren. Hat mir wirklich gut geholfen aber hier und da musste man auch aufpassen, wenn es einem doch zu Spanisch vorkommt. Aber das waren Kleinigkeiten.
Am Ende war ich froh, dass er wieder angesprungen ist und fährt.
Sollte ich irgendetwas falsch erklärt haben, korrigiert mich bitte.
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