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Reifen Lastindex im Fahrzeugschein nicht relevant, sondern Achslast geteilt durch 2 ?!?!

gasmichel

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Im Notfallforum hatte ich es auch schon zum Thema gemacht:

Habe im Herbst 2010 neue Sommersocken (225/45/17) bekommen, die ich dann nach ein paar wochen eingelagert habe. Vergangenen Samstag beim aufziehen dann mit Schrecken gesehen, dass es keine 94er Lastindex (LI) Reifen sind, sondern "nur" 91er. Also hin zum Reifenheini und reklamieren, denn schließlich steht im Fahrzeigschein eindeutig XXX/XX/XX 94 H und nicht 91 H.

Hier das Ergebnis der Diskussionen, wobei eine offizielle Anfage von mir bei Opel noch auf eine Antwort wartet:

Ich war beim Reifenfritzen (eine freie Werkstatt) und habe tatsächlich was Neues dazu gelernt.

Zufällig war auch ein TÜV - Mann bei der Werkstatt vor Ort.

Der Werkstattmensch hat sich dann direkt mit dem kurzgeschlossen und der TÜV Mensch hat in seinen Laptop die Fahrzeug-ID meines Treckers eingegeben.
Dann bekam er direkt haufenweise Info zu meinem Auto (wusste gar nicht, dass das alles so vernetzt ist) und konnte auch ablesen, dass Reifen mit dem Lastindex 91 H reichen.

Es hängt nicht von dem ab, was der Hersteller "irgendwann einmal" zur Freigabe in das Auto eingetragen hat, sondern von der Achlast - so die Aussage des TÜV-Menschen.

Meiner hat mit AHK 1.230 max. zulässige Achlast und dafür sind die 91 H völlig ausreichend = 1.230 KG / 2 = 615 KG pro Rad = exakt 91 H. Muss man auch erst mal wissen.

Das könnt Ihr im Fahrzeugschein unter Punkt 8 ablesen. Bei AHK bitte die Zusätze dazu lesen, denn dann kommt auf die normale Achlast die Stützlast des Anhängers obendrauf (In meinem Fall 75 KG).

Wenn Ihr also neue Reifen braucht, dann könnte es also lohnen, einen Blick auf die Achlast zu werfen und so den notwendigen LI zu ermitteln.
Der TÜV - Mensch hat mir das sogar schriftlich gegeben mit offiziellem TÜV Stempel und Unterschrift.

Ich werde dennoch direkt einmal OPEL anschreiben und das klären.

Habe auch was dazu gefunden beim ADAC: http://www.adac.de/infotestrat/reifen/pr…kw/default.aspx

Einfach unten auf "Abweichungen zwischen Fahrzeugschein und Reifen" klicken. Das steht as auch beschrieben.

Sobald die offizielle Opel-Info vorliegt, werde ich sie natürlich ergänzen.
 
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Moin Gasmichel,
danke für den Denkanstoß!

ich hab das gerade auch mal an MEINEM Beispiel durchgerechnet.

Zulässige maximale Achslast in Kg
Achse 1: 990kg geteilt durch 2 = 495,00Kg pro Rad, macht einen Lastindex (theoretisch) von 84 an der VA! Quelle: Wikipedia
Achse 2: 1115Kg geteilt durch 2 = 557,50Kg pro Rad, macht einen Lastindex (theoretisch) von 88 an der HA!

jetzt kommt natürlich dazu, dass die Felge ja mindestens dem Gewicht nachkommen muss UND
der Reifen mit dem 84er LI meinen VMIN nachkommen muss!
Sprich, "H" wird ein 84er Reifen wohl kaum erfüllen...

Die zugelassene Gesamtmasse wird mit 2095kg angegeben. maximale Achslast Achse1 + Achse2= 2105kg.
Macht 10kg Differenz. Das begründet sich wahrscheinlich daraus,
dass der Schwerpunkt vom Wagen nicht immer mittig ist?! :confused: :doof:

Aber das bringt mich schonmal bei meinem aktuellen Opel-Felgen-Speedline-Problem weiter. Die 7,5x18 ET41 haben nämlich nur
einen "LI von 91" laut den COC-Papieren von Opel, wenn man die Papiere mit dem Gewicht direkt mit der Traglast vergleichen würde.
Als Reifen wird mir aber ein 92er vorgeschrieben, was völlig widersprüchlich ist.
Wenn nämlich die Felge VOR dem Reifen nachgibt, macht das gar keinen Sinn!
D.h. ja, dass ich die Felge ohne Probleme fahren kann. Denn die Traglast von 92 würde mein Bee ja nie erfüllen.
Jetzt mal rumgesponnen: Wenn ich meinen Bee völlig überladen würde, würde laut Opel erst die Achse, dann die Felge und DANN
der Reifen nachgeben.
Was fürn Quatsch!!!
 
Zuletzt bearbeitet:
Du schreibst schon richtig "Denkanstoß".

Ich kann jedem nur empfehlen, eventuelle "Reifenablastungen" - also den Wechsel auf niedrigere LI unbedingt mit einem Reifenhändler des Vertrauens zu besprechen.

Ich jedenfalls habe erst in dem Moment "ruhe gegeben", als der TÜV Mensch mir das schriftlich gegeben hat und mir sagte, dass ich ihn ja damit nun quasi persönlich haftbar machen könne.
Also auf jeden Fall ist immer Vorsicht angesagt und wenn es nicht auf den letzten Eruo ankommt sollte man sicher auch eher den höheren LI nehmen.
Bei mir wurde das halt entschieden, ohne mich zu fragen und auf einen fetten Streit mit dem Händler habe ich keinen Bock ..... und unter der Voraussetzung, dass er alels richtig gemacht hat ja auch keine Aussicht auf Erfolg.
 
So, Opel hat es nach einer WOche geschafft, auf eine Mail zu antworten.

Erst einmal ein Erguss zum Thema, dass nciht mehr alle REifenkombis eingetragen sind und als Anlage dann der Reifenkatalog.

Dann aber zum Kern der Fragestellung mit dem Lastindex sinngemäß das hier:

Opel nimmt die die Auslegung der Bereifung nach der EG - Richtlinie ETRTO vor.
Demnach darf die "normale" Reifenbelastung nicht höher als 88% der Reifentragfähigkeit betragen.

Der technische Dienst (TÜV/DEKRA) hat die Möglichkeit die Reifentraglast (ohne Einhaltung der 88 %) der Achslast entsprechend, zu senken.

Aha .... d.h. der TÜV Mensch hat bei meiner Kombination die Reserven rausgelassen, die eine andere Richtlinie vorschreibt.
 
Das heißt - aus Sicherheitsgründen bleibt alles beim Alten ....
 
Ja, aber irgendwie fühle ich mich dann ja immer noch gekniffen, denn ich fahre ja jetzt im Prinzip ohne Reserven herum ..... wenn ich denn die maximale Achlast je nutze.

Entschiedende aussage ist aber:

Das der TÜV das auf die Achlasten "ablasten" kann.

Wir hatten ja genau das Thema schon einmal.

Wenn also jemand mit niedrigeren LI´s rumfahren möchte, dann kann er das anscheinend über die Achlast ermitteln und entsprechend umstellen .... aber besser immer vorher (!!!) Rücksprache mit dem TÜV / der DEKRA halten.

Denn das was sie mir geantwortet haben, mag ja vielleicht den Prüfer Mr. X nicht wirklich kümmern. ;)
 
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ACHTUNG .... aktuell komische Erfahrung mit 91er LI Reifen!

Ich habe ja nun auf der Vorderachse 91er Reifen und keine 94er mehr.

Am Samstag hatte ich das erste Mal ein total starkes Stuckern der Vorderachse bemerkt, welches sich bis in das Lenkrad, die Pedale und den Sitz übertrug.
Ich dachte, das käme von der Straße, war aber schon sehr verwundert, dass es beim Zürkückfahren über die selbe Straße nicht wieder vorkam.
Danach war aber alles wieder ganz normal.

Gestern dann wieder der selbe Effekt, einmal bei meiner Frau und einmal konnte ich den erzeugen. Bei Tempo 105 ging es auf normaler Straße wieder los und beim weiteren Beschleunigen wurde es stärker. Vom Gas gegangen wurde es bei 100 wieder ruhig. :(

Wir also hin zum FOH und der hat die komplette Vorderachse unstersucht. Alles sitzt dort, wo es hingehört und bei der optischen Begutachtung ist nichts aufgefallen.
Er ist auch einige KM mit mir auf dem Beifahrersitz gefahren, halt wild hin und her gelenkt, einige Vollbremsungen auf die straße gezaubert .... alles im Lot.
Von den 91er Reifen hat er nichts gesehen, was für mich auch gut ist, denn Freitag gebe ich den DTH ja ab. ;)

Ich kann zwar nur mutmaßen, aber ich kann mir vorstellen, dass beim DTH so viel Last auf der Vorderachse lastet, dass 91er Reifen unter bestimmten Bedingungen anfangen, "Eigenschwingungen" aufzubauen, die sich in der beschriebenen Art übertragen.
Wie gesagt, laut Opel sind 94r Reifen vorgeshen, ein TÜV Mann hat die 91er auf meinem DTH explizit freigegeben!

Ich jedenfalls werde nie wieder Reifen mit niedrigerem LI auf (m)ein Auto aufziehen lassen, als vom Hersteller angegeben.

Wie gesagt, es kann auch ganz was anderes sein, ich werde es bei meinem DTH auch nicht mehr erfahren. Er ist verkauft, also nach mir die Sintflut.
 
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ja, moment!

die tolleranz ist groß genug gerechnet bei allen LI. Ich würde es nicht sofort auf den LI schieben.
Könnte auch ne Unwucht oder eine ungünstige Kombination von Bodenwellen und Achsabstand sein.
Das hatte ich mit den gleichen Anzeichen auch schonmal, die du beschrieben hast.

Nicht gleich die Leute verrückt machen, auf die letzten Tage mit dem Alten. ;)
 
Du wirst ja meinen vorletzten und den letzten Satz aufmerksam gelesen haben. ;)

ICH werde das nicht wieder so machen und ja klar, es kann auch was anderes sein.
Wenn ich aber mit dem gleichen Tempo an der selben Stelle vorbeifahre und das dann nicht passiert, kann es dann die Straße sein?

Ich kann mir durchaus auch vorstellen, dass es eine Kombination von: Fahrwerk hat in "Erstausstattung" schon 90 TKM und ist entsprechend weich plus Reifenthema plus Straßenbeschaffenheit ist.

Ja möglich ist auch sowas.

Wenn ich aber die Möglichkeit habe, eine der potentiellen Problemstellen zu verhindern, dann mache ich das zukünftig so und gebe lieber ein paar Euro mehr für Reifen aus.

Auch sollte man das dann verstehen. ;)

Natürlich sind wir hier Laien und natürlich spekulieren wir auch oft.
Wenn sich aber zukünftig jemand die Frage stellt, ob sich die paar Euros Ersparnis lohnen, dann können unsere Erfahrungen vielleicht ein wenig helfen.
 
ich glaube nicht das es an den 91 Lastindex liegt.
Eher an einen Zusammenspiel vom mehreren Einzelproblemen, einem leichten Spiel in den Gelenken, Antriebswellen u. eventuell einer Radialkraftschwankung der Reifen.
 
Radialkraftschwankung bedeutet das der Reifen zwar Rund aussieht u. auch auf der Wuchtmaschine Rund ohne erkennbaren Höhenschlag läuft, er aber bei Belastung sich ungleichmäßig zusammendrücken lässt, somit Punktuell härtere u. weichere Bereiche der Reifenflanke hat was dann zu einem Höhenschlag führt .
Hier auf Seite 8 gibt es eine kleine Erklärung Klick
Es gibt Hersteller die aufgrund der Achskonstruktion extrem empfindlich darauf reagieren, wieder andere Stecken das eher weg, trotzdem wird der Reifen u. auch die gesamte Aufhängung erheblich Leiden.
 
Ahh, danke für die Info.

Habe ich denn dann nun einen Reklamationsgrund / sprich die Montage des Reifens auf der Felge müsste noch einmal korrigiert werden?
Oder ist das gar ein nicht in den Griff zu bekommenes Problem? Das ist dort nicht beschrieben.

Ich meine, das kann mir im Prinzipegal sein, weil das Auto Morgen weg ist, aber grundsätzlich ist das ja interessant zu wissen.
Schließlich lesen ja hier auch andere Leute, denen sowas auch passieren kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, Du hast keinen Reklamationsgrund weil das auch keiner Prüfen kann, dazu benötigst Du eine Spezielle Anlage die diese Schwankungen im Belasteten Zustand prüfen kann.
Du kannst also nichts Reklamieren was Du gar nicht als Fehler nachweisen kannst
 
OK, dann störe ich mich nicht weiter dran (nach mir die Sintflut) ....

... und hole morgen um 15:00 meinen Neuwagen ab. :freu: :freu: :freu: :freu:
Noch ein Grund mehr, sich zu freuen. :rolleyes: :D :freu:

Aber ist schon hart, wegen einer kleinen Unwucht im Reifen gleich ein neues Auto zu kaufen. :rofl:
 
Ich habe mal eine Frage
In meinem Fahrzeugschein sind 205/55/R16 91H eingetragen
und solche sind auch auf den Felgen diese müßten doch ok sein
und so wie ich gelesen habe müßte 91H die Reifentraglast sein
oder habe ich was falsch verstanden?????????
 
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