Zafira-Forum.de

Um alle Funktionen des Forums nutzen zu können, legen Sie ein kostenloses Benutzerkonto an, bzw. melden Sie sich in ihrem bestehenden Account an.

Zündschlossreinigung Option 2

unterstudienrat

sehr hilfsbereit
Teammitglied
S-Mod
Boardunterstützer
Registriert
22.12.2010
Beiträge
3.547
"Danke"
1.252
Zafira Modell
A
Motor (A)
Z22SE
Getriebe
5 Gang
So nachdem das Zündschloß bei unserem Zaifra nun zum zweiten mal defekt war und ich mich durchs i-Net gegooglet habe bin ich auf eine Möglichkeit gestoßen mit einer Sofortmaßnahme den PKW binnen max 10 min fahrtüchtig zu bekommen.

Was mich daran eigendlich ärgert die meisten FOHs vernichten gleich das Zündschloß obwohl dieses vollkommen unnötig ist!!!!
Das hat mich beim ersten mal unnötiger Weise satte 150 Euro gekostet und 3 Tage keinen fahrbaren Untersatz:schimpf::doof:

Benötigtes Werkzeug:
  • 15 Torx
  • PZ2 Kreuzschlitzschraubendrehen
  • Millimeter Schlitzschraubendrehen (eine Büroklammer tut es aber auch, sollte als immer im Auto mitgeführt werden!)
  • Schlüsselfeile
Auch kann ich die Aussagen das es ein thermisches Problem ist nicht nachvollziehen da es eher machanischer Art ist, da ein "einzeln" tauschbares Teil was auch beim FOH erhältlich ist die Ursache ist.
Schloss Gußzylinder.jpg
Laut diesem Forumsbeitrag astra4ever.net LINK soll es um die 13 Euro kosten.
Dieses Gußteil nutzt mit der Zeit ab.
Gußzylinder abgenutzt.JPG

Diese Delle ist daran schuld das man den Schlüssel nicht mehr gedreht bekommt!

Der Reihenfolge nach wenn man den Schlüssel nicht mehr bewegen kann.

Als erstes die Gummiblende abziehen.
RIMG0081.JPG



Jetzt sieht das ganz so aus
Nase1.JPG

Unten markiert ist hoffentlich gut genug die kleine Metallnase sichtbar, diese müßt Ihr in Richtig Schlitz vom Zündschlüssel drücken.

Nase2.JPG
Bis in dem Schlitz das andere Ende davon zu sehen ist, jetzt kann man mit dem Finger den grauen Einsatz des Schlosses nach innen drücken.
Dann den Zündschlüssel einstecken, er lässt sich drehen somit ist Euer PKW wieder fahrbereit!!!!
Wenn das Lenkradschloss entriegelt ist kann man wunderbar die Verkleidung demontieren, muß aber den Zündschlüssel nochmals abziehen um sie komplett entfernen zu können.
Das Prozedere mit der Metallnase ließ sich bei mir beliebig wiederholen.
Wenn man nach dem Entfernen der Verkleidung das Zündschloss ausbauen möchte um die oben erwähnte Delle mit der Schlüsselfeile zu begradigen geht es so weiter.

Für die Montage/Demontage hat B3rnd ja schon was erstellt LINK.

Für mich war das mit der Sperrklinke ein Verständnisproblem habe daher ein Bild von B3rnd mit zusätzlichen Richtigspfeilen bestück, hierbei ist der längste Pfeil links der Ansatzpunkt für den Schraubendreher, die drei kleinen für die Druckrichtung..
schloss5.jpg

Ob Ihr Euch das Gußteil neu vom FOH beschafft oder es mit der Feile begradigt bleibt Euch überlassen.
Ich habe mich für die Feilenvariante entschieden und das Schloss funktioniert einwandfrei.


Gruß

D.U.
 

Anhänge

  • Gußzylinder abgenutzt1.JPG
    Gußzylinder abgenutzt1.JPG
    38,6 KB · Aufrufe: 1.005
Zuletzt bearbeitet:
Hallo an alle Beteiligten, ich bin gerade im Urlaub und das defekte Auto warte zu Hause, deshalb hab ich schon mal die Theorie gelesen. Bei mir (Zaf A Bj 2005) dreht das Zündschloss „durch“ und im Armaturenbrett leuchtet auch alles mögliche.
 
Danke für die helfenden Beiträge!

Mein Fall:
Erst hakte der eine Schlüssel so nach etwa 10 Jahren Gebrauch dann nun Ende 2023 auch der Ersatzschlüssel. Nun ist auf Stellung 0 das Schloss nicht auszubauen. Zum Glück habe ich es mit viel Fettspray und Gerüttel ein letztes Mal auf die 1 bekommen.
Habe das Schloss raus geholt. Schließylinderhülse gereinigt, entgradet und neu gefettet.

Beim Schloss habe ich bemerkt, das die Bleche nicht mehr komplett verschwinden. Einige stehen raus. Schätze Bleche und /oder Schlüssel abgenutzt.

Ich habe mir überlegt, wer klaut 2024 einen Vectra B Bj. 96? Niemand. Also habe ich alle 10 Bleche inklusive Federn ausgebaut. Alles gefettet und wieder eingebaut. Ich habe ja noch die Wegfahrsperre, so kann das Schloss (wenn man es jetzt noch so nennen mag) zwar einfach mit jedem Schraubenzieher gedreht werden. Aber starten wird er dennoch nicht.

Die Bleche habe ich aufgehoben als Ersatzteile für das Türschloss. (ich hoffe die werden da passen) Das hakelt auch schon. Dort würde ich dann anfangen die Bleche zu feilen, bis es wieder ein gerade Linie bildet.
 
Hallo zusammen,

vielen Dank erstmal für all die guten Beiträge, die einem das Leben mit einem Auto leichter machen, vor allem, wenn das jüngste von 3 Fahrzeugen jetzt auch schon 20 Jahre alt ist - ein Zafira A von 2005 aus erster Hand mit 83000 km beim Kauf letztes Jahr.

Neben ein paar banaleren Dingen wollte ich gestern nach der Anleitung hier von Unterstudienrat ;) und der von B3ernd "mal eben" das nach dem Reinstecken des Schlüssels zu Beginn der Drehung hakelige Zündschloss reinigen und reparieren, bevor demnächst nichts mehr geht.

Ausbau etc. lief dank der Anleitungen problemlos, das Zerlegen auch, gereinigt habe ich mit Isopropylalkohol, den Grat entfernt mit einer Drahtbürste auf einem Pseudo-Dremel - alles soweit prima.

Dann kam mein kurioser Fehler: Ich verwendete Silikonfett und schmierte alles, auch die Ritzen der Kernbleche.

Nach dem Zusammenbau ließ sich der Schließzylinder im Gehäuse nicht mehr aus Stellung 0 drehen. Gerüttelt, geschüttelt u.s.w.., irgendwann ging er wieder in die Stellung, in der man ihn rausbekommen konnte. Alles angesehen, überlegt, wie es funktioniert, und wieder (gleich!) zusammengebaut. Ja - manchmal handelt man unlogisch. Völlig unerwartet ging nämlich wieder nichts.

Gleiche Prozedur wie beim ersten Durchgang, irgendwann ging es dann wieder auseinander.
Mir fiel aber auf, dass diese Kernbleche v.a. an ihrer runden (Rück-?) Seite bei gestecktem Schlüssel doch deutlich über den Zylinder hinausstehen, vor allem die näher am Schlüsselloch, die ja auch mehr Kontaktweg mit dem Schlüssel haben als die ganz hinten und deshalb auch stärker abenutzt werden könnten, so meine Theorie.
Auf der nicht kreissegmentförmigen Seite der Kernbleche mit der "Gabel", die die eigentliche Verriegelung machen, stand nichts über.

P1110042.jpgP1110043.jpg

P1110033.jpgP1110036.jpg

Ich hatte dann ja alles wieder auseinander und nahm die Sperrklinke und den hinteren Stift mal raus, um den Zylinder mit den Belchen direkt im Gehäuse ohne alle anderen Einflüsse testen zu können. Da zeigte sich dasselbe Bild. Der Zylinder ließ sich aus der 0-Stellung nicht herausdrehen, nur mit roher Gewalt.

Daraufhin reinigte ich alles wieder vom Silikonfett mit entsprechenden Reinigern und Druckluft. Die Kernbleche waren leichtgängig, aber auch nicht leichtgängiger als mit Silikonfett.
Zylinder trocken ins Gehäuse gesteckt, gleiches Verhalten.

Dann habe ich an die Ränder im Gehäuse, an denen die Kernbleche vermutlich hängen blieben, eine kleine Fase mit der Schlüsselfeile gemacht, gleiches Verhalten.

Beim Blick in das Gehäuse wurde auch klar, dass dort die Kernbleche hängenbleiben und nur mit Gewalt und entsprechenden Spuren und Materialabtrag im Gehäuse darüber kratzen.

P1110044.jpgP1110045.jpg

Ganz offensichtlich kam bei mir das Hakeln gleich beim reinstecken des Schlüssels schon vorher von diesem Problem.

Ich war schon froh, am Abend die Möglichkeit von Jenenser73 gelesen zu haben, und die Bleche ganz raus zu nehmen. Prinzipiell ist mir das egal. Typische Diebe haben an dem Fahrzeug kein Interesse und Liebhaber stehlen ihr Schätzchen normalerweise nicht. Außerdem geht ohne Transponder eh nix.

Etwas unruhig macht mich die Frage, was der Prüfer bei der nächsten HU dazu wohl sagt. Das Lenkradschloss prüft er, das funktioniert auch, aber dazu muss er den Schlüssel abziehen und danach wieder reinstecken. Dann merkt er doch sicher, dass da was nicht stimmt...

Aber ich weiß aktuell auch nicht, wie ich die Bleche raus bekomme. Habe einen Innenbahnschlüssel, der typische Opel-Rohling HU 100. Die Bleche fallen nicht von alleine raus wie beim Außenbahnschlüssel.

P1110039.jpg

Weiß jemand, wie man die Bleche ohne Schaden am Zylinder herausbekommt?

Zweite Möglichkeite wäre ja, die Bleche bei gestecktem Schlüssel z.B. am Bandschleifer zurück zu schleifen, bis sie wieder die Zylinderkontur haben. Da habe ich aber Bedenken, dass man immer wieder auch den Zylinder erwischt und der dann nicht mehr rund ist. Außerdem weichen die Bleche gerade an der runden, hinteren Seite gegen die Federbelastung aus, was Schleifen nicht so einfach macht.

Im Netz gibt es aber auch noch einen Reparaturservice für Zündschlösser, speziell auch für Opel. Daran denke ich nun weniger, weil dann ja der Rest vom Schloss alt bleibt. Da wäre mir ein neuer Zylinder mit der richtigen Schließung lieber.
Weiß jemand, ob es die noch gibt und was man dafür etwa bezahlen muss bei OPEL?

Herzlichen Dank für alle Unterstützung!

Viele Grüße
Claus
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo, zu Deinem Problem.
Streiche Bandschleifer und setzte Dremel oder Schlüsselfeile.
Die Dinger sind aus Messing und daher eher leichter zu bearbeiten.


Gruß

D.U.
 
Hallo Du ;),

danke für die schnelle Rückmeldung!

Dremel kann ich mir ganz gut vorstellen, weil man dann von der anderen Seite mit dem Daumen dagegendrücken kann.
Eventuell am Schluss noch mit der Feile in Längsrichtung.

Interessieren würde mich trotzdem, wie die Bleche drin stecken und wie man sie rausbekommen könnte. Weißt du da was?

Grüßle
Claus
 
Das interessiert mich auch.
Bin bis jetzt noch nicht in den Genuss gekommen einen HU100 Zeichen die Finger zu bekommen.


Gruß

D.U.
 
Hallo.
Auch hier würde ich das Zündschloss erneuern, bevor ich da die unterschiedlichsten Fette rein sprühe die sich später in der Hosentasche wieder ansammeln. Habe es hier beschrieben:

Austausch mit FEBI 18167 inkl. Umkodieren

Wenn ich es richtig sehe, geht es hier nicht um den Außenbart-Schlüssel HU46 sondern um den innenliegenden Bart HU100. Wenn ich es richtig sehe, ist das ein Opel Schlüssel der S-Serie (GM93179262 / GM913702). Da wird es schon mit der Ersatzteilversorgung sehr mau - auch bei nicht OEM. Hier müsste FEBI 47545 passen. Aber soweit ich sehe, sind da alle Restbestände bereits verkauft. Wenn es blöd läuft muss man auf HU46 zurückrüsten, oder die nächste HU sorgt für das Ende des Fahrzeugs :cry:

Gruß Jürgen
 
Ich hänge mich hier mal mit dran, habe Heute mein Zylinder vom Zündschloss zerlegt und gereinigt, nachdem ich mir einen Schlüssel gefräst hatte und der im Zündschloss nicht passen wollte.
Habe auch die "Plättchen" und Federn raus genommen, dann kann man sehr gut alles sauber machen und mit Schlossöl wieder alles zusammen gesetzt, funktioniert wie Neu.
20260524_102616.jpg 20260524_104255.jpg

Wenn man es so komplett zerlegt, kann man sich auch direkt den "Schlosscode" aufschreiben der Plättchen.

Schloßcode.jpg

Das ist nun ein Beispiel vom Omega A, wird beim Zafira B etwas anders sein, das man 2 Plättchen weniger hat.
 
Zurück
Oben Unten